Katalog der Gärtnereikataloge

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Gärtnerische Firmenkataloge werden selten gesammelt. Vollständigkeit ist unmöglich. Das Sammeln in der Gartenbaubücherei erfolgte über einen langen Zeitraum, seit der Gründung des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues 1822. Heute sind mehr als 2000 Exemplare vorhanden. In der frühen Zeit wurden die Kataloge von den Monographien nicht unterschieden. Bei Revisionen wurde vieles ausgesondert. Trotzdem haben sich einige Raritäten erhalten wie die Kataloge von

Zu Zeiten der Bibliotheksleiter Robert Zander und Gerhard Drude wurden Kataloge einzelner Firmen bezogen, wo es sich durch persönliche Kontakte ergab, etwa von den Berliner Firmen Bitterhoff, Treppens und Mamerow. Seit den 90er Jahren bemüht sich Clemens Alexander Wimmer, auch antiquarische Kataloge zu erwerben. So kam u. a. eine umfangreiche Serie von Haage & Schmidt-Katalogen 1865ff. hinzu. Der Bestand umfasst in erster Linie Firmenkataloge, seltener Kataloge fürstlicher, akademischer und privater Sammlungen. Die meisten stammen aus Deutschland, doch sind auch einige ausländische, selbst aus Uruguay und Australien, dabei. Die Sammlung wird laufend ergänzt.

Die Ordnung und Erfassung nahm viele Jahre in Anspruch, da hierfür keine regulären Arbeitskapazitäten zur Verfügung standen. Es wurde versucht, möglichst viele Informationen über Umfang, Inhalt und Abbildungen der Schriften zu geben, weshalb über die üblichen Titelaufnahmen hinaus Angaben gemacht wurden.

Der Verein hat sich entschlossen, das Verzeichnis zu veröffentlichen, weil er der Meinung ist, dass es manche für die Geschichte des Gartenbaus und der Gartenpflanzen wichtige Quellenschriften enthält. Nebenbei ergibt sich ein bewegtes Bild deutscher Firmengeschichte von Mitte des 19. Jahrhunderts über zwei Weltkriege und verschiedene politische Systeme bis heute. Viele Kataloge zeichnen sich durch ansprechende farbige Titelbilder und Illustrationen aus.

Sortiert wurde nach Personen- oder Firmenname, innerhalb dieser chronologisch. Von Verfassernamen und Inhabernamen wird auf den Haupteintrag unter dem Firmennamen verwiesen.

Die Einsichtnahme in die Sammlung ist nach Voranmeldung möglich. Die meisten Kataloge sind in besonderen Archivkästen abgelegt, weitgehend entsprechend der Reihenfolge im Verzeichnis. Einige Kataloge im festen Einband stehen neben den Kästen im Regal (Standort: Regal), einige, die als Monographien eingearbeitet wurden (Standort: Signatur), im Magazin einige, die im Rara-Schrank stehen (Standort: Schrank 5) sowie einer mit handschriftlichen Einträgen im Archiv (Standort: Archiv). Darüber hinaus sind zahlreiche Kataloge zwischen 1820 und 1860 in Zeitschriften mit eingebunden. Sie konnten bis auf Ausnahmen bisher nicht erfasst werden.

Die von einigen Firmen herausgegeben Leitfäden, bei denen der Buchcharakter den der Firmenschrift überwiegt, sind nicht hier, sondern im Katalog der Monographien erfasst.

Es sei darauf hingewiesen, dass größere Sammlungen deutscher Kataloge sich an der Universität Hannover im Wageningen Universiteit en Researchcentrum befinden. Bedeutende internationale Sammlungen befinden sich in London, Kew Gardens, Edinburgh, Alnarp und Glasnevin. Eine national übergreifende Erfassung ist in Arbeit.