FLUT IM GARTENREICH
Nachrichtensammlung
  • Freitag, 13.9.2002 14 Uhr: Pressekonferenz des THW in Riesigk, Dorfstr.19, THW-Führungsstelle, vor der Feuerwehr Riesigk:
    "Weltkulturerbe Wörlitzer Park gerettet
    Einsatz des Technischen Hilfswerks zahlt sich aus und wird fortgesetzt"

    Mehr Infos und Hintergründe im Internet unter: www.thw.de Für Hörfunkredaktionen werden nach dem Pressegespräch O-Töne im Netz zur Verfügung stehen.
    THW-Sprecher: Mario Dobovisek, Funktel.: 0160 / 965 46 901

    "Stimmen über den Einsatz in Dessau-Wörlitz." Das THW hat die O-Ton-Stimmen auf ihrer Web-Site ins Internet gestellt. Diese sind z.B. mit dem MP3-Player in Normalformat (mp3 128kbit/s) abspielbar.
    Die O-Töne sind am 13.09.2002 aufgenommen worden. Die Dateien haben eine Größe von jeweils bis zu 1 MB und dauern bis zu 2,5 sec.

    Holger Hövelmann (Landrat Anhalt-Zerbst):
    Ludwig Trauzettel (Abteilungsleiter Gärten, Kulturstiftung Dessau Wörlitz):
    Mario Dobovisek (THW-Sprecher, Wörlitz):

  • Meldung vom 12.09.2002 der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Text von Mario Dobovisek:
    "Rettung des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs
    Die große Elbflut ist vorüber, doch die Folgen sind vielerorts noch offensichtlich. Bei Wörlitz ist man endlich aus dem Gröbsten heraus ­ das Technische Hilfswerk konnte das Dessau-Wörlitzer Gartenreich retten. Stark verschmutztes Wasser strömte seit der Flutkatastrophe in den Naturpark ein. Die dortigen Gewässer drohten ökologisch "umzukippen". Ein Fischsterben setzte ein. Über 150 THW-Helfer haben in rund zehn Tagen mit unzähligen Pumpen die Umweltkatastrophe verhindern können, der Einsatz dauert jedoch noch an.

    Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich ist nicht nur einer der größten, sondern auch einer der frühesten und bedeutendsten Landschaftsparks Kontinentaleuropas. Die Anlage liegt inmitten des Biosphärenreservates Mittlere Elbe. Über die Grabensysteme drang das verschmutzte Wasser in die Hauptsenke des Wörlitzer Parks ein. Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) hatte den Garten mit Seen, Kanälen, Tempeln, dem Schloss und originellen Brücken von 1764 als ersten Landschaftspark im englischen Stil auf dem europäischen Festland anlegen lassen. Heute zählt die wunderschöne Anlage zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist wirtschaftliches Standbein der Region. Schon Goethe wusste 1778 das Idyll zu schätzen: "Es ist, wenn man so durchzieht, wie ein Märchen, das einem vorgetragen wird", schrieb er Freifrau von Stein.

    Kadaver, Fäkalien, Öl: Schadstoffe, die den Wörlitzer Park bedrohten. Das THW beseitigte tote Fische und verhinderte den Nachfluss von verschmutztem Wasser. Gezielt wurden Kanäle geschlossen und geöffnet, um Schmutzwasser ab und Frischwasser zuzuleiten. Um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern, belüften die Ehrenamtlichen einige Seen. "Es ist wirklich erstaunlich, was hier in den letzten Tagen geleistet wurde", sagt Dr. Thomas Weiss, Vorstand der Kulturstiftung Dessau Wörlitz und damit Leiter des Wörlitzer Parks. Mit weit geöffneten Augen betrachtet er die Hochleistungspumpen, die Liter für Liter das "schwarze Wasser" abpumpen. An einem Einsatzabschnitt fanden die großen Pumpen und Stromerzeuger keinen Platz, so dass sie kurzer Hand auf Ponton-Fähren verladen wurden, um von dort aus das Wasser aus einem Polder über die Deichkrone hinweg zu pumpen.

    Mit Ponton-Fähren stellt das THW auch einen Shuttle-Service für die Anwohner sicher, die immer noch vom Wasser eingeschlossen sind. Sogar ein Menschenleben konnte während des Einsatzes gerettet werden: Nach einem schweren Verkehrsunfall befreiten THW-Helfer gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr unter Einsatz ihres Lebens den eingeklemmten Fahrer aus seinem brennenden Fahrzeug.

    Es bleibt noch viel zu tun bei Wörlitz: "Wir können die Leute hier nicht alleine lassen", bekräftigt Hermann Mietz, THW-Einsatzleiter, das andauernde Engagement der 'blauen Jungs und Mädchen'. Zu den bereits bestehenden Einsatzabschnitten kamen gestern weitere hinzu. "Wir werden es schaffen", fährt Mietz fort. Weitere zehn Tage werde der Einsatz voraussichtlich noch fortgesetzt. Dankbarkeit und Anerkennung der Bevölkerung ist den eingesetzten Helfern sicher."

  • Ludwig Trauzettel mailt aus Wörlitz: "Freitag mittag (06.09.02) ist es endlich so weit: Soldaten der Dessauer Bundeswehr bringen die großen, aus Bayern angekommenen Belüftungsanlagen des THW an zehn Stellen der Wörlitzer Gewässer aus!" Derweil wird im Park Luisium das restliche, stehende Wasser abgepumpt. Das ist dort nicht einfach, aber bitter nötig, da die alten Bäume zu lang anhaltende Staunässe übelnehmen, absterben und umstürzen.Bilder dazu

  • Donnerstag, 5.9.2002: Die Kulturstiftung DessauWörlitz teilt mit: "Das Schloss Luisium bleibt geschlossen. Bitte beachten Sie, dass mit Einschränkungen in den Wörlitzer Anlagen gerechnet werden muss, da noch nicht alle Wege abgetrocknet sind. Alle Fähren und auch die Gondeln fahren ab dem 05.09.02 wieder"

  • Mittwoch, 4.9.2002 19.02 Uhr: Der MDR berichtet vom Gartenreich:
    "Schwarze Flut in dem Wörlitzer Park gestoppt
    Verschmutztes Gewässer im Wörlitzer Park (Bild: Ludwig Trauzettel, Historische Gärten)Die Arbeiten zur Rettung des Wörlitzer Parks vor der schwarzen Flut scheinen von Erfolg gekrönt. Ludwig Trauzettel von der Kulturstiftung des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches sagte mdr.de am Mittwoch, es gebe die berechtigte Hoffnung, dass die befürchtete Umweltkatastrophe abgewendet werden kann. Im Wörlitzer Park kämpft man zwar immer noch gegen die schwarze Brühe, doch inzwischen stellte sich heraus, dass der stinkende Cocktail "nur" Fäkalien und Jauche, aber kein Öl enthält. Seit Dienstagvormittag wird mit Sauerstoff angereichertes Wasser in den Wörlitzer See gepumpt, um die Gefahr einer Amoniakverseuchung zu bannen. Am Mittwochabend sollen die Gewässer des Parks mit weiteren 10 Spezialpumpen des Technischen Hilfswerkes belüftet werden. Zudem wird laut Trauzettel erwogen zusätzlich reinen Sauerstoff aus Druckflaschen einzusetzen, um das biologische Gleichgewicht wiederherzustellen.

    Ölsperre (Bild: Ludwig Trauzettel, Historische Gärten)Mit Pumpen und Sperre gegen die schwarze Flut

    Die schwarze Flut war am Sonntagmittag von Mitarbeitern der Gartenanlagen entdeckt worden. Die giftige Brühe drang über den Wörlitzer Hauptgraben ein. Bald darauf überzog ein schwarzer Film das große Walloch und den Wörlitzer See. Am Ufer schwammen bereits tote Fische, die Wasserpflanzen schienen zerstört. Seitdem versuchten die örtlichen Feuerwehren mit 10 Pumpen und einer Ölsperre den Park vor dem fauligen Wasser zu schützen. Zumindest der direkte Zufluss wurde damit gestoppt.

    Kein Öl im Wörlitzer Park - Doch keine vollständige Entwarnung
    Die angenommene Verseuchung mit Öl bestätigte sich nach jüngsten Laborergebnissen glücklicherweise nicht. Bei der eingeflossenen Brühe handelt es sich Trauzettel zufolge um eine giftige Mischung aus Gülle und Düngemitteln. Angenommen werde, dass die Elbeflut ungebundene Nährstoffe aus den umliegenden Feldern ausspülte. Doch auch das dabei auftretende Ammoniak bedrohe das ökologische Gleichgewicht der Seen. Deren Belüftung solle nun den Ammoniakanteil im Wasser stabil und deutlich unter dem Grenzwert halten. Trotz der ersten Erfolge warnt Trauzettel vor verfrühter Freude: "Wir wissen nicht, welche Gefahren durch den angespülten Schlamm auf uns zu kommen."

    Nach dem Hochwasser bleiben die Besucher fern
    Nach dem Hochwasser verzeichnet die Stiftung Dessau-Wörlitzer Gartenreich einen Schaden von sieben Millionen Euro und einen dramatischen Besucher-Schwund. Sprecherin Alex zufolge gingen die Zahlen allein für das Wörlitzer Schloss im August um zwei Drittel zurück. Die Monate August und September zählten normalerweise aber zu den einnahmestärksten. Zugleich betonte Alex, dass die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählenden Anlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches für die Besucher wieder geöffnet seien. Betroffen von der schwarzen Flut sei nur der Ostteil des Wörlitzer Parks. Auch sei die Geruchsbelästigung nicht so stark wie von Medien dargestellt. Inzwischen sagte der Bund 1,2 Millionen Euro zu, um Schäden im Dessau-Wörlitzer Gartenreich zu beheben. Direkt vom Hochwasser bzw. steigendem Grundwasser betroffen waren beispielsweise Schloss und Park Luisium in Dessau-Waldersee."

  • Mittwoch, 4.September 2002: Andreas Hillger berichtet aktuell im mz-web:
    "Dessau-Wörlitzer Gartenreich
    Fontänen gegen den Schmutz
    Ammoniak und Algen bedrohen historische Anlagen

    Wörlitz/MZ. Der Labor-Befund ist weniger schlimm als befürchtet, bringt aber noch keine Entwarnung: Zwar wurden in der braunen Brühe, die sich derzeit in die Wörlitzer Seen und Kanäle ergießt, weder Öle noch Giftstoffe festgestellt. Doch der Ammoniak-Anteil, der nur knapp unter dem tolerablen Grenzwert liegt, führt bereits jetzt zu einem massiven Fischsterben in den betroffenen Gewässern.

    Ludwig Trauzettel, Abteilungsleiter der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, versucht der Krise nach der Flut mit vielen Helfern und verschiedenen Methoden zu begegnen. Gemeinsam mit den freiwilligen Feuerwehren aus Wörlitz, Griesen und Vockerode werden an drei Stellen Fontänen in hohem Bogen über den Teich gespritzt, damit sich das Wasser mit Sauerstoff anreichern kann. Andererseits ist man mit mehr als zehn Pumpen bemüht, die verschmutzte Flüssigkeit über den Deich zurück auf die Elbwiesen zu leiten, um sie so von der Kernzone des Gartenreiches fernzuhalten. Als Barriere für die aufschwimmenden Substanzen galt gestern noch der Ponton der historischen Schwimmbrücke.

    Ein weiteres Problem der unerwarteten Hochwasser-Folgen ist laut Trauzettel die erhöhte Nährstoff-Anreicherung des Sees, die zu einem vermehrten Ausblühen der Algen und damit zu einem ölähnlichen Film auf dem See führt. Zwar sei das Wassergeflügel von diesen Entwicklungen noch nicht akut bedroht, wie die Kulturstiftung versichert. Dennoch habe das mit den Wasserproben beauftragte Labor empfohlen, bei der Frischwasser-Zufuhr keine weitere eisenhaltige Flüssigkeit zuzusetzen. Um diese Anreicherung möglichst effizient zu gestalten, sind auch jene Brunnen wieder in Betrieb genommen worden, die ursprünglich für die Absenkung des Grundwasserspiegels vor dem Beginn der Bauarbeiten am Fundament der Felseninsel Stein gebohrt worden waren.

    Trotz der immensen Gegenwehr, die gestern abend noch durch Kräfte des Technischen Hilfswerkes aus Salzwedel, Bernburg und Halberstadt verstärkt werden sollte, waren die ersten Folgen der neuerlichen Umweltkatastrophe bereits gestern unübersehbar. Im Bereich des Schinderbergs schwammen hunderte tote Fische auf dem Forth-Graben, am Taubenhaus trieben verendete Aale in dem tiefschwarzen, geleeartigen Gewässer.

    Über die Spätfolgen für die Tiere und Pflanzen an den Ufern des Sees herrscht unterdessen noch ebensolche Unklarheit wie über die Frage, ob man die bereits eingeflossenen Substanzen in einem derart sensiblen Bereich mit Chemikalien binden kann. Sicher scheint hingegen, dass die neuerlichen Einsatzkosten von der bisherigen Schadensbilanz, die Kulturstiftungs-Direktor Thomas Weiss mit rund 6,9Millionen Euro beziffert, nicht abgedeckt ist. Eine Nachbesserung scheint dringend nötig."

  • 3.September 2002: MDR berichtet:
    "Dessau-Wörlitzer Park droht Umweltschaden
    Dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich drohen nach der überstandenen Hochwassergefahr schwere Umweltschäden. Wie die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mitteilte, wird der Park von einer mit Öl vermischten Fäkalienbrühe überschwemmt. Über dem Park liege derzeit ein übler Gestank. Das biologische Gleichgewicht des zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Parks droht nach Ansicht der Stiftung zu kippen. Bedroht sei neben Bäumen und Pflanzen auch die Tierwelt. So werde sich ein Fischsterben wahrscheinlich nicht vermeiden lassen. Auch Biber, Blesshühner, Enten und Schwäne seien in Gefahr. Die Anlage liegt inmitten des Biosphärenreservates Mittlere Elbe.

    Schwarze Flut bedroht Wörlitzer Park
    Ab Dienstag sollen zehn Hochleistungspumpen die Gewässer im Park mit Sauerstoff versorgen. Außerdem versuche man derzeit, das Dreckwasser mir Frischwasser zu verdünnen. Woher das schwarze Wasser kommt, wisse man nicht. Aber viele Dörfer standen während der Flut unter Wasser. Vermutlich gelangte das dort abgepumpte Wasser über die Grabensysteme in den Hauptgraben des Wörlitzer Parks."

  • 2.September 2002: Der MDR berichtet von der Katastrophe, ebenso MZ-Web.

  • 1.September mittags: Öljauche fließt in die Gewässer des Wörlitzer Parks! Ludwig Trauzettels erste Bilder von der Katastrophe finden Sie hier

  • Montag, 26.8.2002 Die MZ berichtet vom Weltkulturerbe:
    "Schloss in Wörlitz ist wieder offen
    Erste Schadensschätzung Dessau/MZ. So kann Schloss Wörlitz ab Dienstag wieder besichtigt werden, das Gotische Haus Wörlitz muss allerdings vorerst noch geschlossen bleiben. Da der Wasserstand des Wörlitzer Sees jedoch noch immer weit erhöht ist und die Wege zum Teil noch stark durchnässt sind, wird von Seiten der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz um Verständnis gebeten, dass Gondelrundfahrten und der Fährbetrieb derzeit noch nicht wieder möglich sind. "Sobald es die Entwicklung erlaubt, stehen diese Leistungen natürlich wieder zur Verfügung", heißt es in der Presseinformation.

    Stark betroffen von den Auswirkungen des Hochwassers wurden Schloss und Park Luisium im Dessauer Ortsteil Waldersee nach dem Dammbruch. Noch kann über die Höhe der Schäden dort keine Aussage getroffen werden, auch der Zeitpunkt der Öffnung steht derzeit noch nicht fest.

    In Oranienbaum und Mosigkau wurde der Museumsbetrieb bereits am Wochenende aufgenommen. Der für diesen Donnerstag angekündigte Vortrag im Küchengebäude des Schlosses Wörlitz "Impressionen aus dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit klassisch-romantischer Kammermusik" muss auf den 19. September, 19 Uhr, verschoben werden.

    Zudem informiert die Stiftung darüber, dass Vermietungen der Ferienwohnungen im "Elbpavillon" in Dessau und im Schlangenhaus des Luisiums derzeit nicht möglich sind und bestehende Buchungen stroniert werden müssen.

    Die Kulturstiftung geht bislang von einer geschätzten Schadenssumme von 10 Millionen Euro aus, die Schlösser, Gartenanlagen und Kunstwerke betreffen. "Diese Schäden können von der Kulturstiftung nicht ohne finanzielle Unterstützung vieler Freunde der Gartenkunst beseitigt werden", heißt es von der Institution. Spenden seien daher willkommen.

    "Spende Hochwasser Gartenreich, Kreissparkasse Anhalt-Zerbst, BLZ 805 502 00, Konto-Nr. 310 500 022 3. "

  • Sonntag, 25.8.2002: Weitere Deich-Sprengung bei Wörlitz läßt gefangenes Wasser offenbar abfließen.

  • Samstag, 24.8.2002 22.18 Uhr: MZ Newsticker: "Deichsprengung bei Seegrehna bringt Entlastung für Wörlitzer Park
    "Seegrehna/dpa Die zweite Sprengung eines Deiches im Raum des Dessauer Elbabschnitts bringt nach Angaben eines Behördensprechers das gewünschte Ergebnis. Das Wasser, das durch einen großen Deichbruch bei Seegrehna mehrere Gemeinden im Wörlitzer Winkel und das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Dessau-Wörlitzer Gartenreich bedrohte, begann in Richtung Elbe abzufließen."
  • Samstag, 24.8.20.05 Uhr: MZ berichtet zum "weiter bedrohten Wörlitzer Winkel" und zeigt ein Bild der von schwarzem Schlamm verfremdeten Brücke beim Luisium:
    "Dessau/dpa. (24. August, 20.05 Uhr) Das Sinken der Pegelstände hat am Samstag in weiten Teilen Sachsen-Anhalts eine erste Entspannung der Hochwassersituation gebracht. Nach stundenlangem Hickhack um eine zweite Deichsprengung wurde diese nun doch für Samstagabend definitiv angeordnet. Dies sagte der Landrat des Kreises Anhalt-Zerbst, Holger Hövelmann (SPD), der dpa. Damit habe man sich über eine Empfehlung des Regierungspräsidiums Dessau hinweggesetzt, das von einer Öffnung des Deiches bei Seegrehna abgeraten hatte. Dahinter steckte ein heftiger Streit zwischen verschiedenen Krisenstäben. Die Landkreise Wittenberg und Anhalt-Zerbst wollten sprengen, das Regierungspräsidium Dessau hingegen wehrte sich heftig.

    Am Wörlitzer Winkel bleibt die Lage ernst. Durch die Sprengung des zweiten Deiches westlich von Seegrehna (Landkreis Wittenberg) soll das Wasser schneller in die Elbe abfließen. Dort war bereits in der vergangenen Woche ein Deich gebrochen, so dass gewaltige Wassermassen in das Hinterland strömen.

    Bedroht sind neben zahlreichen Gemeinden auch das zum UNESCO- Weltkulturerbe zählende Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Nach Augenzeugenberichten waren die Anlagen teilweise von Wasser und Schlamm bedeckt. Das auf einer kleinen Anhöhe stehende Luisium nahe Dessau war noch nicht betroffen, allerdings ringsherum von Wasser umgeben. Die Luisium-Anlage ist nach der Gattin von Fürst Franz von Anhalt-Dessau benannt. Die Flut bedrohte weiter den Wörlitzer Park, der zu der 142 Quadratkilometer großen Landschaft zählt.

       «Wenn der Deich in Seegrehna nicht schnell repariert wird, fließt weiter Elbwasser in die dahinter liegenden Flächen und bedroht unsere Anlagen», sagte der Direktor der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Thomas Weiß, der dpa. Im überfluteten Stadtteil Dessau-Waldersee konnten die Bewohner am Samstagabend teilweise wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

    Die Wasserstände von Elbe und Mulde fallen unterdessen stündlich um etwa ein bis zwei Zentimeter. In Magdeburg zeigte der Pegel um 17 Uhr 5,21 Meter. Am Morgen hatte er noch bei 5,36 Meter gelegen. Normal sind Pegelstände von etwa zwei Metern. ...

    An der Autobahn 9 Berlin-München liefen die Pumpen von Technischen Hilfswerk und Feuerwehr weiter auf Hochtouren. Um die Fahrbahn frei zu halten, wurden pro Minute 280 000 Liter in die Elbe zurückgeführt. Allein an dieser Stelle waren 190 Leute im Einsatz, die im Laufe des Tages noch von Bundeswehrsoldaten verstärkt wurden."

  • Samstag, 24.8.2002 20.30 Uhr Newsticker MZ-web:
    "Deichsprengung in Sachsen-Anhalt geglückt
    Seegrehna/dpa. In Sachsen-Anhalt ist am Abend eine zweite Deichsprengung geglückt. Mit 300 Kilogramm Dynamit sprengten Kräfte des Technischen Hilfswerkes ein 2 mal 30 Meter großes Loch in den Deich bei Seegrehna. Dadurch soll das Wasser aus den überfluteten Regionen schneller ablaufen und mehrere Gemeinden im Wörlitzer Winkel sowie das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Dessau-Wörlitzer Gartenreich vor einer möglichen Katastrophe bewahrt werden. Von der Aktion erhoffen sich die Experten ein Sinken des Pegels."

  • Samstag, 24.8.2002: MDR Newsticker:
    "20:23 Uhr Deich bei Seegrehna nach stundenlangem Streit gesprengt. Regierungspräsidium hatte Öffnung verboten.
    19:26 UhrDeich bei Seegrehna wird doch gesprengt. Sprengladungen lassen sich nicht entfernen.
    14:00 Uhr Landräte von Wittenberg und Anhalt- Zerbst: Deich bei Wörlitz soll am Abend doch gesprengt werden."

  • Samstag, 24.8.2002 12.52 Uhr: MDR berichtet von Dessau/Wörlitz:
    "Zweite Deichsprengung abgeblasen Eine geplante weitere Deichsprengung zwischen Wörlitz und Dessau ist abgeblasen worden. "Wir haben festgestellt, dass eine Sprengung nicht mehr so viel Sinn macht", sagte ein Sprecher des Krisenstabes beim Regierungspräsidium Dessau. Stattdessen sei die Rückstauklappe eines alten Pumpwerkes in Burgstall geöffnet worden. Dadurch sollen weitere Wassermassen in Richtung Elbe zurückfließen und die strapazierten Elbdeiche entlastet werden. Ein erster Effekt zeige sich bereits. Am Freitag war ein vier Meter großes Loch in einen der Hauptdeiche gesprengt worden. Landrat Kolbitz hatte für Sonnabend eine weitere Sprengung nahe des defekten Dammes bei Seegrenah angekündigt, um das Wasser kontrolliert umleiten zu können.

    Krisensituation entspannt sich langsam

    Laut Krisenstab entspannt sich die Situation in Wörlitz und in den südlich davon gelegenen Ortschaften auch angesichts der sinkenden Elbpegel. In die Hälfte der betroffenen Städte und Dörfer konnten die Einwohner zurückkehren - allerdings werden auch kommende Woche die Schulen im Landkreis Wittenberg geschlossen bleiben. Dies sei nötig, da noch 24 Orte und Ortsteile evakuiert seien. Außerdem dienten einige Schulen den Hilfskräften als Unterkunft. Die Autobahn 9 Berlin-München sei dank Hochleistungspumpen außer Gefahr. Ungewiss sei die Lage um den zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Wörlitzer Park und der Region um Bitterfeld. Die angestauten Wassermassen östlich von Wörlitz bedrohen seit Tagen mehrere Gemeinden und den Wörlitzer Park. Die Deiche der Region werden durch Wassermassen stark belastet, die durch die noch nicht geschlossene Deichbruchstelle bei Seegrehna fließen. Die Sprengungen sollen das Wasser in Richtung Elbe und Elbwiesen lenken und so für Entspannung am Wörlitzer Winkel sorgen."

  • Freitag, 23.8.2002 23.30 Uhr: Die MZ berichtet im Web: "Zweite Sprengung soll Entlastung bringen Kolbitz: Wörlitzre Park dürfte nicht mehr überschwemmt werden

    Dessau/dpa. (23. August, 23.25 Uhr) Eine zweite Deichsprengung soll an diesem Samstag weitere Entlastung für das vom Hochwasser bedrohte Wörlitzer Gartenreich bringen. Das kündigte der Präsident des Regierungsbezirks Dessau, Friedrich Kolbitz (SPD), am Freitagabend an. Die Sprengung könnte um die Mittagszeit nach einer Erkundung erfolgen, die Aufschluss über die aktuelle Lage im Hochwassergebiet bei Dessau bringen soll. «Die Gefährdungspotentiale, die im Regierungsbezirk Dessau sehr hoch waren, gehen überall durch das Sinken der Wasserstände zurück», schätzte Kolbitz ein.

    Am Freitag hatte das Technische Hilfswerk nahe Wörlitz ein etwa vier Meter großes Loch in den Hauptdeich gesprengt. Dadurch sollte das Wasser schneller in die Elbwiesen zurückfließen und damit die Lage am Wörlitzer Winkel entspannen. Dorthin strömten nach wie vor gewaltige Wassermassen, da das 100 Meter große Loch bei Seegrehna immer noch nicht dicht war.

    Kolbitz nannte den Wörlitzer Park, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, die letzte Gefährdungsstelle an diesem Elbabschnitt. «Die Wahrscheinlichkeit einer Überschwemmung des Wörlitzer Parks wird immer geringer», sagte der Regierungspräsident. «In zwei Tagen wissen wir bedeutend mehr.» Zur Sicherung der Parkanlage habe auch ein von Holländern vor 150 bis 200 Jahren erbauter Schlafdeich beigetragen. Da dieser jedoch seit vielen Jahren kein Wasser bekommen und bisher im Hochwasser-Abwehrsystem keine Rolle gespielt habe, sei befürchtet worden, dass er den Fluten nicht Stand hält.

    Für die Autobahn 9 hat nach Ansicht des Regierungspräsidenten keine Gefahr bestanden. Das Wasser habe zum Kapengraben abfließen können, dem tiefsten Punkt in Richtung Autobahn. Von dort sei es in die Mulde abgepumpt worden, wo die Pegelstände schon sinken. Außerdem hätte die Möglichkeit bestanden, ein Wehr zu ziehen und das Wasser in Überschwemmungsgebiet der Mulde abfließen zu lassen.

    Als nächstes müssten mit dem Rückgang des Wassers die aufgeweichten Dämme zurückgebaut werden, «damit die ungeheure Last geringer wird». Außerdem gelte es jetzt, die Aufräumarbeiten ins Auge zufassen."

  • Freitag, 23.8.2002: Der Landkreis Anhalt-Zerbst teilt mit: "In der Gemeinde Seegrehna des Landkreises Wittenberg ist ein Deich gebrochen. Mit Hilfe der Bundeswehr wurde ein Netz auf die Bruchstelle aufgebracht, um den Zufluss an der Bruchstelle zu verquirlen, damit das Wasser in Richtung Elbe bei Seegrehna gelenkt wird. Diese Maßnahme führte nicht dauerhaft zum gewünschten Ergebnis. Heute wurde um 17:30 Uhr der Elbdeich bei Riesigk durch eine kontrollierte Sprengung geöffnet. Damit wird erreicht, dass das Wasser aus dem Schönitzer Polder gezielt in Richtung Elbe abfließen kann und somit der Schlafdeich in Richtung Riesigk-Wörlitz entlastet wird. Die Bundeswehr arbeitet weiter an der Schließung des gebrochenen Deiches.

    Alle angeordneten deichbaulichen Maßnahmen des Katastrophenschutzstabes dienen dazu, das eindringende Wasser möglichst - ohne Ortschaften zu überschwemmen - in den Kapengraben zu leiten. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Sicherungsmaßnahmen mit den technischen Einsatzleitungen vor Ort abgestimmt werden und keine eigenständig-unabgestimmte Aktionen erfolgen. U. a. erfolgte in diesem Zusammenhang die Flutung der Polder im Bereich Gohrau, Riesigk, Rehsen.

    Trotzdem hat dieses Wasser die bereits evakuierte Ortschaften Rehsen, Horstdorf und Kakau teilweise erfasst. Weitere Wassermengen bedrohen die Ortslagen Gohrau und Riesigk. Die Gemeinde Griesen (OT Münsterberg und Drehberg) bleiben evakuiert.

    Sollte es nicht gelingen, den Dammbruch im Bereich Seegrehna zu schließen, besteht für den gesamten Wörlitzer Winkel einschl. des Wörlitzer Parks (Weltkulturerbe) und der BAB 9 weiterhin akute Überschwemmungsgefahr. Am Schöpfwerk des Kapengraben sind zusätzliche Pumpen aufgebaut. Dies dient der Steigerung der Pumpleistung des Schöpfwerkes. Damit wird dem derzeitige Ansteigen des Pegels um ca. 5 cm pro Stunde im Schöpfwerkes entgegengewirkt."

  • Donnerstag 22.8.2002 20.15 Uhr MZ-web berichtet: "... Nach unaufhörlichem Ringen mit den Fluten gelang es Einsatzkräften der Bundeswehr und anderen Helfern erst am Abend, einen Deichbruch in Seegrehna (Landkreis Wittenberg) mit Hilfe riesiger Sandbehälter unter Kontrolle zu bringen und ein 100 Meter langes Deichloch zumindest halbwegs abzudichten. Zuvor hatten die immer weiter in das Hinterland vordringenden Fluten den zum UNESCO- Kulturerbe gehörenden Wörlitzer Park, die Stadt Dessau und die Autobahn 9 (Berlin-Nürnberg) bedroht..."

  • Donnerstag 22.8.2002 13 Uhr: MDR und n-tv berichten im Fernsehen, daß der Versuch der Bundeswehr, den über 100 m langen Deichbruch bei Seegrehna mit Schwimmcontainern zu schließen, technisch nicht realisierbar sei. Zum einen sei das Gelände nicht zuverlässig schiffbar, zum anderen der Geländesprung von 1 bis 2 m an der Bruchstelle zu hoch. Die Bundeswehr arbeite momentan daran, den Deichbruch mit sog. Big Packs ( = Riesensandsäcke) aus der Luft zu stopfen. Die Big Packs sollen von Hubschraubern abgeworfen werden. Derweil nähert sich quasi von hinten her das Wasser mehr und mehr dem Wörlitzer Park. Der Kern des Weltkulturerbes und diverse Ortschaften mit insgesamt mehr als 10.000 Einwohnern sind massiv bedroht! Es gilt, den Deichbruch und die in breiter Front sich einschleichenden Wassermassen in den Griff zu bekommen!

    Aktuelle Infos zur Katastrophenlage bietet die Web-Site des Landkreises Anhalt-Zerbst und zum Wetter

  • Donnerstag 22.8.2002 9.40 Uhr: MDR 22.8.2002 9.40 Uhr:
    "Dessau/Wörlitz
    Container sollen Bruchstelle bei Seegrehna schließen
    Deichbruch auf 100 MeternHeute soll die Deichbruchstelle bei Seegrehna geschlossen werden. "Die Bundeswehr wird Schwimmcontainer zur Bruchstelle bringen und dort so miteinander verkanten, dass der deich wieder geschlossen ist", sagte eine Sprecherin des Krisenstabes. Sollte das Manöver gelingen, wären der Wörlitzer Park und die Autobahn 9 außer Gefahr, überflutet zu werden. Am Sonntag war der Deich auf einer Länge von 100 Metern gebrochen. Seither versuchten Helfer die Bruchstelle zu schließen. Das erwies sich als unmöglich, zumal die Stelle von Land aus nicht mehr zu erreichen war. Gestern beschloss das Regierungspräsidium, mit Hilfe der Bundeswehr das Problem zu lösen.

    Sorge um Wörlitzer Park

    Durch den Dammbruch ist auch der Wörlitzer Park in höchster Gefahr. Teile des Weltkulturerbes sind bereits überschwemmt. Jutta Ullrich von der Kulturstiftung sagte am Mittwochmittag, die Lage rund um das Wörlitzer Schloss sei relativ stabil. Dass klassizistische Schloss, Park Luisium und das Schlangenhaus stünden aber "völlig unter Wasser". Die größte Gefahr geht offenbar vom Grundwasser aus. Wertvolle Gemälde, Möbel, Fotos und Dokumente wurden in Sicherheit gebracht.

    Autobahn einspurig befahrbar

    Die Autobahn 9 Berlin-München ist zwischen Vockerode und Dessau-Ost einspurig befahrbar. Die anderen beiden Spuren seien jeweils für Einsatzkräfte reserviert. Zurzeit gebe es in Richtung Berlin zäh fließender Verkehr auf etwa einem Kilometer Länge, in Richtung München laufe der Verkehr normal, sagte ein Sprecher."

  • 22.8.2002 Wetterwarnung bei n-tv: Regen, Gewitter und Hagel im Katastrophengebiet, mit Ansteigen von Nebenflüssen von Elbe und Mulde sei zu rechnen.

  • Was sind Aqua Barrier? Das Hochwasserschutzsystem kommt aus Köln und hat erfolgreich in Schönebeck die Fluten aufgehalten!

  • Mittwoch 21.8.2002 Pressemitteilung der Kulturstiftung DessauWörlitz zum Hochwasser im Gartenreich:

    "Das Hochwasser der Elbe und Mulde verschonte auch das Gartenreich Dessau-Wörlitz nicht. Während Schloss und Park Luisium - direkt im Dessauer Ortsteil Waldersee gelegen - durch einen Dammbruch von den Wassermassen direkt betroffen sind, ging die Gefahr in den Wörlitzer Anlagen vor allem vom steigenden Grundwasser aus. Vermietungen der Ferienwohnungen "Elbpavillon" in Dessau und des Schlangenhauses im Luisium sind derzeit nicht möglich, bestehende Buchungen müssen vorerst storniert werden. Bisher muss von einer geschätzten Schadenssumme für die Schlösser und Gartenanlagen sowie den Kunstwerken von ca. 10 Mio Euro ausgegangen werden. Diese Schäden können von der Kulturstiftung DessauWörlitz nicht ohne finanzielle Unterstützung vieler Freunde der Gartenkunst beseitigt werden, Spenden sind sehr willkommen unter
    "Spende Hochwasser Gartenreich"
    Bankverbindung:
    Kreissparkasse Anhalt-Zerbst
    BLZ 805 502 00 Konto-Nr. 310 500 022 3

    Dank der Sicherungsmaßnahmen können das Museum Schloss und Park Mosigkau ab Donnerstag, dem 22. August wieder geöffnet werden. Das Museum im Schlosskomplex Oranienbaum und der Park sind voraussichtlich schon ab dem kommenden Wochenende zu besichtigen. Die Wörlitzer Anlagen, das Schloss Wörlitz und das Gotische Haus stehen voraussichtlich ab Dienstag, dem 27.August wieder allen unseren Besuchern offen.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter den Mailadressen ksdw@ksdw.de oder ullrich@ksdw.de und per Telefon unter der Rufnummer 0340/6461-50 und -544

  • Mittwoch, 21.8.2002 18.12 Uhr: Der MDR berichtet aus Dessau/Wörlitz: "Container sollen Seegrehna helfen. Deichbruch auf 100 Metern.
    Der Deichbruch bei Seegrehna entpuppt sich als Riesenproblem. Die Lücke von rund 100 Meter Länge ließ sich bis jetzt trotz größter Anstrengungen nicht schließen. Dazu kommt, dass die Bruchstelle von Land aus nicht mehr zu erreichen ist. Nun soll die Bundeswehr Schwimmcontainer von der Wittenberger Elbseite zur Bruchstelle bringen und dort versenken. Dazu sind laut Regierungspräsidium, das die Arbeiten nun koordiniert, umfangreiche Vorbereitungen nötig. Mit dem Versenken kann erst am Donnerstag begonnen werden. Derzeit fließt das Wasser ungehindert und hat mehrere Gemeinden eingeschlossen. Die Sprecherin des Krisenstabes nannte die Orte Gohrau, Kakau, Rehsen und Riesigk. Das Wasser stehe dort einen halben bis eineinhalb Meter. Am Morgen war befürchtet worden, dass die A 9 von Überflutung bedroht sei. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es aber keine aktuelle Gefahr. Starke Pumpen hielten das Wasser ab.

    Die Wassermassen bedrohen auch den Wörlitzer Park. Bislang sind die Schäden an dem UNESCO-Weltkulturdenkmal noch nicht zu überblicken. Teile des Parks waren überspült worden. Jutta Ullrich von der Kulturstiftung sagte am Mittwochmittag, die Lage rund um das Wörlitzer Schloss sei relativ stabil. Dass klassizistische Schloss, Park Luisium und das Schlangenhaus stehen aber "völlig unter Wasser". Die größte Gefahr geht offenbar vom Grundwasser aus. Wertvolle Gemälde, Möbel, Fotos und Dokumente wurden in Sicherheit gebracht.

    Im Dessauer Stadtteil Waldersee besteht keine Explosionsgefahr mehr. Das ausgelaufene Heizöl werde zurzeit abgepumpt, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Trotzdem bleibt Waldersee Sperrgebiet. Von neuen Überflutungen blieb Dessau indes verschont. Die Pegelstände von Elbe und Mulde sinken. Nach Einschätzung von Oberbürgermeister Otto halten die Dämme auch in den kommenden Tagen den Wassermassen weiter stand. Neben Waldersee blieben auch Mildensee und Sollnitz gesperrt. Die Evakuierung des Ortsteils Wasserstadt wurde aufgehoben."

  • Mittwoch, 21.8.2002 18.30 Uhr Die MZ berichtet: "... In Seegrehna war es immer noch nicht gelungen eine auf einer Länge von 100 Metern gebrochenen Damm zu schließen. Von Land aus war das riesige Leck nicht mehr erreichbar. Ab Donnerstagmorgen will die Bundeswehr Schwimmcontainer an der Bruchstelle versenken, um den Wasserfluss wenigstens etwas zu mindern. Im Raum Jessen/Prettin gab es stellenweise Überflutungen von bis zu 1,50 Metern. Mit kontrollierten Durchbrüchen und Wasserumleitungen versuchten THW und Bundeswehr, Entlastung zu schaffen.

    Nach Angaben des Krisenstabes waren weiterhin 40 000 Menschen in 38 Orten von Evakuierungen betroffen. Von dem Deichbruch in Seegrehna aus fließen Wassermassen in den Kreis Anhalt-Zerbst, wo die Orte Gohrau, Kakau, Rehsen und Riesigk von den Fluten eingeschlossen sind. Auch Wörlitz und der als Unesco-Weltkulturerbe geschützte Wörlitzer Park sowie die A 9 galten als bedroht.

    Dagegen zeigte sich in Dessau bei sinkenden Wasserständen an Elbe und Mulde die Lage weitgehend stabil. Die Evakuierung des Ortsteils Wasserstadt war am späten Dienstagabend aufgehoben worden. Für die Ortsteile Waldersee, Mildensee und Sollnitz bestand der Evakuierungsbeschluss unverändert weiter. Auch in Bitterfeld herrschte weiterhin Katastrophenalarm. Der Wasserstand der Elbe in Magdeburg sinkt nach Angaben des Landesbetriebes für Hochwasserschutz schneller als zunächst angenommen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wird die kritische Marke von sechs Metern nunmehr bereits am Freitag unterschritten. Bis Montag sollen die Wassermassen, die die aufgeweichten Deiche zunächst weiter stark belasten, auf 5,20 Meter sinken. Normal sind rund zwei Meter. ...

    In der Bauhausstadt Dessau, wo die Mulde in die Elbe fließt, war die Lage zunächst stabil, die Deiche hielten. Der überflutete Ortsteil Waldersee, in dem normalerweise 2800 Menschen leben, sei weiterhin Sperrgebiet. Dort schwimme immer noch ausgetretenes Heizöl im Wasser, das jetzt von der Feuerwehr abgepumpt werde. ..."

  • "Die Katastrophe aus der Luft." Fotoserien vom Dessau-Wörlitzer Gartenreich, von der MZ im Zeitraum 16. bis 20.8.2002 ins Web gestellt:

  • Mittwoch, 21.8.2002 Newsticker des MDR: " 10:55 Uhr Transportflugzeug mit zwei Mio. Sandsäcken in Leipzig gelandet - Fracht geht in die Region Dessau"

  • Mittwoch, 21.8.2002 10.28 Uhrder MDR berichtet: Dessau/Wörlitz

    Deich Seegrehna noch nicht geflickt Der Deichbruch bei Seegrehna entpuppt sich als Riesenproblem. Die Lücke von rund 100 Meter Länge ließ sich bis jetzt trotz größter Anstrengungen nicht schließen. Eine Krisensitzung im Landratsamt brachte vorerst keine Lösung. Krisenstabsprecher Grahl sagte mdr.de, im Gespräch sei, mit Hilfe der Bundeswehr Container in diesem Abschnitt zu stapeln. Das Regierungspräsidium hat aber noch keine Entscheidung getroffen. Laut Grahl fließt das Wasser ungehindert und bedroht mehrere westlich liegende Gemeinden wie Bergwitz und Beegrehna. Am Morgen war befürchtet worden, dass die A 9 von Überflutung bedroht sei. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es aber keine aktuelle Gefahr. Starke Pumpen hielten das Wasser ab.

    Wassermassen bei Wörlitz Sorge um Wörlitzer Park

    Die Wassermassen bedrohen auch den Wörlitzer Park. Bislang sind die Schäden an dem UNESCO-Weltkulturdenkmal noch nicht zu überblicken. Teile des Parks waren überspült worden. In den Kellern der historischen Gebäude drückt Grundwasser hoch. Wertvolle Gemälde, Möbel, Fotos und Dokumente wurden in Sicherheit gebracht.

  • Mittwoch, 21.8.2002 Newsticker des MDR: "03:37 Uhr Bundeswehr schickt Verstärkung aus Hessen an die Deiche in Sachsen- Anhalt. Insgesamt 9000 Soldaten im Einsatz."
    " 03:24 Uhr Elbe-Fluten bedrohen nun auch Städte Wörlitz und Oranienbaum. Weltkulturerbe Wörlitzer Park stark gefährdet."

    Wettervorhersage 17 - 29 Grad Celsius, im Raum Dessau Gewitterschauer am nachmittag.

    Web-Site mit aktuellen Infos zur Hochwassersituation, den offiziellen Mitteilungen des Krisenstabs zur Deichlage, Pegelständen, Straßensperrungen, Evakuierungen und Telefonnummern: Landkreis Anhalt-Zerbst mit Infos zum Wörlitzer Winkel. Dort heißt es zur Deichlage:
    "In der Gemeinde Seegrehna des Landkreises Wittenberg ist ein Deich gebrochen. Große Wassermengen fließen in den Kapengrabenund füllen die Polder im Bereich Gohrau, Riesigk und Rehsen geflutet werden.
    Um die Orte Rehsen und Gohrau vor dem zufließenden Wasser zu schützen, wurde ein sogenannter Schlafdeich aktiviert und verstärkt.
    Die bereits evakuierte Ortschaften Rehsen und Horstdorf wurden am 20.08.2002 von diesen Wassermassen erfasst. Sollte es nicht gelingen, den Dammbruch im Bereich Seegrehna zu schließen, besteht für den gesamten Wörlitzer Winkel einschl. des Wörlitzer Parks (Weltkulturerbe) und der BAB 9 akute Überschwemmungsgefahr."
    Die Stadt Wörlitz ist evakuiert, Sammelstelle in Oranienbaum.

    Web-Site der Stadt Dessau mit Infos zur Hochwassersituation im Raum Dessau.

    Ausführliche Infosammlung der Industrie- und Handelskammer Halle - Dessau, u.a. Hilfsangebot der Adam Opel AG, bei Opelhändlern kostenlos bis zu drei Wochen einen Wagen auszuleihen, falls der eigene nicht fahrbereit ist.

  • Dienstag, 20.8.2002 In den Überschwemmungsgebieten heißes Sommerwetter bis 30 Grad Celsius und zum Glück keine Gewitter und Regengüsse. Newsticker des MDR teilt um 18:05 Uhr mit: "Der Wörlitzer Winkel wird nach dem Dammbruch bei Wittenberg von zurückfließendem Wasser von "hinten" bedroht."
    "19:54 Uhr Elbbrücke "Blaues Wunder" in Dresden wieder für den Verkehr frei. Pfeiler wurden nicht ausgespült."

  • Montag, 19.8.2002 18.22 Uhr Die Oberösterreichischen Nachrichten berichten von dem Apell der Unesco: "Um auch Kulturgüter künftig besser vor Hochwasser und anderen Umweltkatastrophen zu schützen, muss nach Ansicht einer UNESCO-Expertin vor allem die strategische Planung verbessert werden. "Wir müssen unbedingt verhindern, dass wir einer solchen Situation jemals wieder so unvorbereitet begegnen", sagt Mechthild Rössler vom UNESCO-Welterbezentrum in Paris. "Wir werden Stadtplaner, Architekten, Naturschützer und Experten aus ganz Europa bald an einem Grünen Tisch zusammenbringen, um grenzüberschreitende Maßnahmen vorzubereiten." Neue raumplanerische Konzepte zum Schutz von Kulturgütern und -landschaften seien ebenso wichtig wie die Förderung des umweltpolitischen Bewusstseins. "Es geht darum, die aktuellen Probleme als Gesamtphänomen zu erkennen."
    Die Kulturorganisation der UN hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, die durch die Jahrhundertflut beschädigten Kulturgüter zu sanieren und zu bewahren. Das betrifft vor allem Schäden am historischen Zentrum und dem alten jüdischen Viertel von Prag, im historischen Zentrum von Krumau und das vom Hochwasser nach wie vor bedrohte Dessau-Wörlitzer Gartenreich sowie das Bauhaus in Dessau (Sachsen-Anhalt)."

  • Montag, 19.8.2002 19:01 Uhr
    "Hochwassergefahr in Wörlitz scheint vorerst gebannt. Neuer Damm bei Rhesen stoppte die Mulde-Flut." (Newsticker des MDR)

  • Montag, 19.8.2002 16.20Uhr Netzeitung Deutschland berichtet: "Deichbruch bei Wittenberg erhöht Gefahr für Wörlitzer Gartenreich. Der Krisenstab geht nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp derzeit aber nicht von der Flutung des Gartenreichs aus. Der Damm werde von rund 700 Menschen gesichert, sagte Göwecke. Die Lage sei stabil."

  • Montag, 19.8.2002 12.15 Uhr:Newsticker des MDR:
    "14:25 Uhr Elbepegel in Dresden auf 7,22 Meter gesunken."
    " 12.15 Uhr Scheitel des Elbehochwassers hat Raum Aken-Barby erreicht."

  • Montag, 19.8.2002 mittag: Der MDR berichtet:
    "Wörlitzer Park: Schäden noch nicht abschätzbar
    Im nahegelegenen Wörlitz ist die Lage weiter kritisch. Eine Sprecherin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz sagte, im Wörlitzer Park seien die Seen und Kanäle über die Ufer getreten. Wege stünden unter Wasser. Durch die Dämme sickere Wasser. In den historischen Gebäuden drücke das Grundwasser durch die Keller hoch. Die Schäden an dem UNESCO-Weltkulturdenkmal seien noch nicht zu überblicken. Vor Tagen hatte das Museum den Betrieb eingestellt und unersetzbare Gemälde, Möbel, Fotos und Dokumente in die oberen Etagen ausgelagert."

  • Sonntag, 18.8.2002: Die Mitteldeutsche Zeitung (Christian Eger) berichtet über das Gartenreich unter der Überschrift: "Der Deich, der Dachs, die Flut / Dramatischer Kampf um die Wörlitzer Anlagen." Die Situation sei seit Sonntagmittag an Dramatik schwer zu überbieten, aber noch werden die Deiche gehalten.

  • Sonntag, 18.8.2002 10 Uhr Eigentlich wollte das ZDF einen sonntäglichen live-Gottesdienst aus Wörlitz senden. Aber wegen der Flutbedrohung wurde schon am Sonnabend in der St.Petrikirche gedreht. Allerdings vor leeren Bänken, denn Zeit für große Worte hat niemand mehr in Wörlitz. Fieberhaft wird geräumt und an den Deichen gearbeitet. Trotzdem dringt heute die Mahnung des Pastors Thomas Pfennigsdorf über das Fernsehen in die Welt: "Der Raubbau des Menschen hat seinen Preis und fordert zum Umdenken auf. Der Gottesdienst aus dem Hochwassergebiet ruft vor allem zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung auf."

  • Samstag, 17.8.2002 Eindringlich schildert Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung das Gartenreich Dessau-Wörlitz als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Deutschlands: "Wörlitz und Dessau - Sintflut im Paradies." Auch wird die momentane Situation beschrieben: "... Der Wörlitzer Park wird auf seiner Nordseite begrenzt vom Elbewall. Zwischen dem Fluss und dem Gartenreich liegen Wiesen, die bereits überflutet sind. Die kunstvoll gemauerten Eingänge beim Venustempel und am Pantheon sind geschlossen worden. Die bewegliche Innenausstattung der Häuser, darunter im Gotischen Haus, dem ersten neumittelalterlichen Bau Deutschlands, eine wertvolle Sammlung vor allem von deutscher Renaissancemalerei, wurde evakuiert. Im Schloss Wörlitz ­ seine Hauptfront war das Vorbild für die Rückseite des Weißen Hauses in Washington ­ wurden Bilder und Mobiliar in die höheren Stockwerke verbracht. Auch Schloss Großkühnau, auf der anderen Seite der durch Dessau fließende Mulde an einem See gelegen, wird evakuiert. Der Park des Luisiums, eines soeben restaurierten pavillonartigen Gartenschlosses, ist bereits überspült. ..."

  • Freitag, 16.8.2002 22.21Uhr: Das Hochwasser der Elbe hat in Dresden einen Pegel von 9,29 m erreicht. Zwinger, Semper-Oper und das Wasserpalais Pillnitz können nicht länger vor den Wassermassen geschützt werden. Pegelstand von 9,60 m in Dresden in der Nacht erwartet. Keine Züge mehr zwischen Berlin und Leipzig. Es berichtet die Netzeitung.de und der Newsticker der MZ,

  • Freitag, 16.8.2002: "Retten was zu retten ist, Wörlitz bangt um seine Deiche", unter dieser Überschrift berichtet die Mitteldeutsche Zeitung: ""Still ruht der See", meldet Erdmuthe Alex, Pressesprecherin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, "aber er ist voll, sehr voll." Das sagt sie am Telefon, während im Hintergrund die Geräuschkulisse aus Zurufen, Möbelrücken und hektischem Treppensteigen herüberdringt.

    Die Kulturstiftung hat ihren Museumsbetrieb eingestellt; alle Mitarbeiter waren am Donnerstag damit beschäftigt, das Souterrain des Wörlitzer Schlosses zu beräumen, Büromaterial und Mobiliar in die oberen Etagen zu tragen. Bereits in den Morgenstunden war das Erdgeschoss des Gotischen Hauses geleert worden. "Alles was beweglich war", sagt Erdmuthe Alex, "haben wir nach oben getragen: Gemälde, Möbel und Skulpturen."...

    Beim Schloss Luisium war schon am Mittwoch der Ernstfall eingetreten. Es gilt als sicher, dass das einstige Refugium der Fürstin Luise, 1774 bis 1778 von Erdmannsdorff gebaut, demnächst bis zum Erdgeschoss im Wasser versinken wird. Zwar sind alle beweglichen Kunstgegenstände ins Obergeschoss getragen worden, aber der Schaden am historischen Parkettboden ist nicht abzusehen. Das Luisium ist erst 1998 akribisch bis ins Detail restauriert worden. Was tun, wenn alle Keller und Erdgeschosse geräumt sind? "Wir schauen", sagt die Pressesprecherin der Kulturstiftung, "dass die Deiche halten, mehr ist nicht drin.""

  • Donnerstag, 15.8.2002, die Mitteldeutsche Zeitung berichtet: "Die Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches hat am Mittwochabend bei einem prominent besetzten Treffen ihres Kuratoriums in Wörlitz eine Resolution zur finanziellen Notlage der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz verabschiedet. ...
    Derweil hatte sich gestern abend die Hochwasserlage für das Gartenreich zugespitzt. Aus dem Erdgeschoss des Schlosses Luisium wurden alle beweglichen Kunstgegenstände in die oberen Stockwerke verlegt. Nach Angaben der Kulturstiftung drohe die Flut, bis ins Erdgeschoss des Hauses einzudringen. Dagegen bestehe für das Gotische Haus und das Wörlitzer Schloss nur dann Gefahr, hieß es, wenn die Elbdeiche brechen."

  • Mittwoch, 14.8.2002 Wegen Hochwasser der Mulde Katastrophenzustand in Dessau ausgerufen, durchweichte Deiche des Luisiums mit Sandsäcken bewehrt. Aufgrund des ungewöhnlich stark gestiegenen Muldehochwassers mussten rund 80 Tiere vom Gestüt Luisium gerettet werden. Die Schafe, Ziegen und Pferde wurden nach Wörlitz gebracht.

    Die Netzeitung Deutschland berichtet: "Entlang der Elbe gibt es in Sachsen-Anhalt noch keine Überschwemmungen. Nach Ansicht von Experten könnte die Elbe jedoch einen neuen historischen Höchststand erreichen. Die Pegel aus den Jahren 1845, 1850 und 1862 könnten überschritten werden, erklärte das Landesamt für Umweltschutz am Mittwoch in Halle.

    Eine aus Tschechien erwartete Flutwelle könnte den Pegel noch viel weiter steigen lassen, hieß es. Erst am Samstag werde der Fluss in Sachsen-Anhalt auf dem Höchstwasserstand sein.

    Aus Sicherheitsgründen soll am Donnerstag das Pretziner Wehr geöffnet werden. Das riesige Flutwerk kann ungefähr ein drittel des Wassers der Elbe ableiten, so dass es die Städte Magdeburg und Schönebeck nicht erreicht.

    Der Dessauer Bürgermeister Jürgen Kessing rief alle Anwohner rechts und links der Mulde auf, "zu ihrer eigenen Sicherheit höher gelegene Bereiche der Stadt aufzusuchen"."


© Sylvia Borgmann, Hamburg 2002 - 2014. All Rights Reserved. Letzte Änderung: 2002-09-16 23:46